Mittwoch, 19.07.06

Schnellstes Wachstum bei Reisen nach Afrika

Weltweit wachsen die Umsätze im Tourismusgeschäft. Doch am schnellsten legt der Reisemarkt in Afrika zu. Zusammengenommen haben Reisende auf der ganzen Welt im Jahr 2005 rund 682 Milliarden US-Dollar ausgegeben, das sind fast zwei Milliarden pro Tag. Die Umsätze stiegen auf allen Kontinenten, in Afrika ist das Wachstum gegenüber dem Vorjahr mit 7,8 Prozent am größten. Das gab die Welt-Tourismus-Organisation UNWTO jetzt in Kapstadt und Madrid bekannt.
Bei den Ausgaben der Touristen sind die Transportkosten noch nicht mitgerechnet. Gut die Hälfte des Reisegeschäfts entfallen mit 347 Milliaden Dollar auf Europa (Steigerung um 2,3 Prozent), Afrika hat zwar mit insgesamt 21 Milliaden Dollar den geringsten Anteil am weltweiten Markt, aber die mit 7,8 Prozent größte Steigerung. "Der Tourismus hat sich in den vergangenen Jahren in Afrika sehr erfolgreich entwickelt", erklärt UNWTO-Generalsekretär Francesco Frangialli. So sei die Anzahl der Ankünfte von ausländischen Besuchern in den afrikanischen Ländern zwischen 2000 und 2005 von 28,2 auf 36,8 Millionen gestiegen. Trotz der Beunruigung wegen der weltweiten Terrorgefahr und wirtschaftlichen Krisen in vielen Ländern zwischen 2001 und 2003 habe sich der Umsatz im afrikanischen Tourismus-Geschäft in diesen fünf Jahren von 10,5 Milliarden Dollar (2000) auf 21,3 Milliaden (2005) verdoppelt.

marco - pencil 15:33:34 - Afrika News - pencil permalink -

Dienstag, 18.07.06

Fußball-WM: Hamburger bauen Stadien in Südafrika

Die deutschen Architekten von Gerkan, Marg und Partners (gmp) planen die Nebauten der Stadien in Kapstadt, Durban und Port Elizabeth für die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Das Land am Kap wird erstmals eine Fifa-WM auf dem afrikanischen Kontinent ausrichten. Die deutschen Architekten wollen vor Ort mit Kollegen aus Südafrika zusammenarbeiten.
Das neue Kings Park Stadium in Durban soll 70.000 Plätze auf drei Rängen und eine unverwechselbare Silhouette haben, erklärt GMP in einer Pressemitteilung. Das Bauwerk werde "durch den doppelläufigen Bogen, der das Stadion überspannt und sich zu einem Bogen zusammenschließt, zu einem imposanten Teil der Skyline von Durban. Analog zur südafrikanischen Flagge ist er ein Symbol für eine Nation, die zusammen wächst. In die Sprache der Architektur übertragen, ein Symbol mit hohem Wiedererkennungswert." Ein „Skywalk“ im Bogen soll den Besuchern einen spektakulären Blick über Durban und den Indischen Ozean ermöglichen.
Auch das Nelson Mandela Bay Arena in Port Elizabeth soll einen hohen Wiedererkennungswert haben. Es wird sowohl für Fußball- als auch für Rugby-Spiele ausgelegt sein. "Der Entwurf des Stadions orientiert sich an lokalen Besonderheiten. Das Dach dient nicht nur dem Schutz vor Regen, sondern auch und vor allem dem Schutz der Zuschauer vor dem häufig auftretenden Wind", erklärt GMP in einer Pressemitteilung. Die spektakuläre Lage am North End Lake mit Terrassen und Hügeln inmitten des Prince Alfreds Park werde zum Verweilen einladen und vielfältige Sport- und Freizeitmöglichkeiten bieten.
GMP gilt als eines der erfolgreichsten deutschen Architekturbüros. Für die Fußball-WM 2006 hat das Unternehmen an den Stadien-Projekten in Berlin, Frankfurt und Köln gearbeitet. Weiterhin stehen Bauvorhaben wie die Neue Messe in Leipzig und der neuen Hauptbahnhof in Berlin auf der Referenzliste des Hamburger Unternehmens. Dessen Kontakte nach Südafrika sind nicht neu. Grundungspartner Meinhard von Gerkan war 1993 zum Gastprofessor der Universität von Pretoria berufen worden.

marco - pencil 10:11:40 - Afrika News - pencil permalink -

Dienstag, 11.07.06

South African Airways mit zweitbester Business Class

Die Business Class von South African Airways (SAA) wurde als zweitbeste in der Welt ausgezeichnet. Das berichtet die südafrikanische Fluglinie unter Berufung auf eine Erhebung der Organisation Skytrax, die zwischen September 2005 und Mai 2006 weltweit über 13 Millionen Passagiere befragt habe. Sieger in der Kategorie "Best Business Class" wurde demnach British Airways. Hinter SAA landeten Virgin Atlantic, Qantas Airways and Cathay Pacific auf den Plätzen drei, vier und fünf. Besonders seien die Fluggäste von den sogenannten Lie-flat-Sitzen der SAA beeindruckt gewesen.
South African ist Kooperationspartner der Deutschen Lufthansa und seit April vollwertiges Mitglied des Luftfahrtbündnisses Star Alliance. Von Frankfurt aus bietet SAA neben Verbindungen zum südafrikanischen Drehkreuz Johannesburg auch bequeme Direktflüge nach Kapstadt an.

marco - pencil 19:16:53 - Afrika News - pencil permalink -

Montag, 10.07.06

Cape Cross: Protest gegen Robben-Schlachten an Namibias Küste

Das Töten von über 90.000 Robben bei Cape Cross an der Atlantikküste Namibias sorgt bei Tierfreunden für Empörung. Die Organisation Sea Shepherd in Südafrika hat zu einer Protestaktion aufgerufen, um das Abschlachten zu beenden. Während die Bullen gezielt erschossen werden, würden die Babys mit Knüppeln erschlagen, um das wertvolle Fell nicht zu verschmutzen, erklärt Sea Shepherd. Das namibische Fischereiministerium würde die Zustimmung zur Robben-Jagd damit begründen, daß die Meeressäuger die Fischbestände gefährden würden. Die Fischerei-Industrie ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für das südwestafrikanische Land.

"Wir sprechen von Robbenernte (seal harvest) und nicht von Robbenschlagen (seal culling), da wir unsere erneuerbaren Meeresressourcen nachhaltig nutzen und hegen", sagte Fischereiminister Dr. Abraham Iyambo auf einer Pressekonferenz, berichtet die Allgemeine Zeitung aus Windhoek. Auf der Grundlage wissenschaftlicher Erhebungen habe er dem Kabinett die Zahlen der diesjährigen Quoten vorgeschlagen. Drei namibische Unternehmen dürften seit dem 1. Juli Im vergangenen Jahr lag die Quote bei 5000 Bullen und 65000 Jungrobben. An der Küste Namibias gebe es augenblicklich 700000 erwachsene Kap-Pelzrobben und 138000 Jungrobben. Den Schwerpunkt bilden zwei große Kolonien in der Atlas-Bucht und am Cape Cross (Kreuzkap), wo die possierlichen Robben auch als Touristenattraktion gelten.

"Um Tiere nachhaltig zu nutzen, müssen diese getötet werden. Dies ist bei Hühnern, Schweinen, Rindern und selbst bei Wild so. Wir versuchen die beste Methode des Tötens anzuwenden und bisher konnte uns niemand eine effektivere Methode als den Gebrauch eines Knüppels vorschlagen", zitiert die Allgemeine Zeitung Iyambo. Das Erschießen könnte bei Jungtieren nicht angewandt werden, da die Kugel oft den Kopf durchdringen und andere Tiere dahinter verletzen würde, erklärte der Minister. Die Männer, die die Robben töten, müßten ausgebildet sein, genauso wie jene, die Wild nachhaltig nutzen. Daß es dabei immer noch zu Fehlern kommen könnte, sei unvermeidbar, da niemand perfekt sei, sagte Iyambo. Die Saison für die so genannte Robbenernte endet am 15. November.

marco - pencil 19:21:21 - Afrika News - pencil permalink -

Mittwoch, 05.07.06

Afrika ruft: Die Reise zur Fußball-WM 2010 in Südafrika beginnt

Unter dem Titel "Africa's calling" (Afrika ruft) hat der Weltverband FIFA in Berlin den Startschuß geben für die Reise zur Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika 2010. Zusammen mit dem südafrikanischen Staatspräsidenten Thabo Mbeki und einigen der größten afrikanischen Fußballer aller Zeiten wie George Weah, Abedi Pelé, Roger Milla und Lucas Radebe präsentierte FIFA-Präsident Joseph S. Blatter das offizielle Emblem des Wettbewerbs.
Unterdessen hat in südafrikansichen und internationalen Medien eine Diskussion darüber begonnen, ob Südafrika überhaupt in der Lage sein wird, eines der größten Sportereignisse der Welt auszurichten. FIFA-Präsident Blatter sieht sich als Förderer des Sports in Afrika und hatte ursprünglich schon die WM 2006 ans Kap statt nach Deutschland vergeben wollen. Nun wird er mit den Worten zitiert, die Organisation der nächsten WM sei ein "riesiges Abenteuer", doch er dürfe wegen Kleinigkeiten nicht den Mut verlieren.
Seit März stehen zehn WM-Stadien in neun Städten Südafrikas fest. Doch vier davon (Kapstadt, Port Elizabeth, Durban, Nelspruit) müssen neu gebaut und sechs (Johannesburg zwei, Rustenburg, Bloemfontein, Pretoria, Polokwane) erweitert und umfangreich modernisiert werden. Die Regierung hat ihren Baukostenzuschuss auf 627 Millionen Euro verdoppelt. Doch Experten meinen, dies reiche längst nicht aus. Bis 2008 will die FIFA fertige Spielstätten sehen. Bislang wurde noch nirgends mit dem Bau begonnen. So soll der geplante Stadionneubau nahe der Waterfront in Kapstadt 200 Millionen Euro kosten. Auch wegen der noch nicht gesicherten Finanzierung hat Kapstadts neue Bürgermeisterin Helen Zille das Projekt zunächst gestoppt. Die engagierte Politikerin stellte die kritische Frage: "Bauen wir ein Stadion, oder versorgen wir die Ärmsten mit sauberem Wasser und Abwasser?"

marco - pencil 12:17:36 - Afrika News - pencil permalink -

Newer articles:

09.09.2006

29.08.2006

21.08.2006

27.07.2006

22.07.2006

Older articles:

04.07.2006

30.06.2006

15.06.2006

02.06.2006