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Dienstag, 28.03.06
Windhoek-Swakopmund: Lokführer läßt Leute sitzen
Ein Lokführer soll die Insassen seines Zuges auf offener Stecke zwischen Windhoek und Swakopmund einfach sitzen gelassen haben. Etwa 60 Kilometer vor Swakopmund war seine vertraglich geregelte Arbeitszeit für diesen Tag zu Ende. Deshalb habe er den Zug samt Passagieren mitten in der Wüste stehengelassen und Feierabend gemacht. Das berichtet die Allgemeine Zeitung aus Windhoek unter Berufung auf die namibische Nachrichtenagentur Nampa. Ganze zwei Stunden später sei endlich eine Ablösung erschienen und habe den Zug schließlich zum Bestimmungsort gefahren. Laut Nampa habe die Eisenbahngesellschaft TransNamib die Geschichte bestätigt. Firmensprecherin Olivia Kanyemba-Usiku wird mit den Worten zitiert, es sei doch "ganz normal", daß Lokführer nach Ablauf ihrer Schicht die Arbeit einstellen. TransNamib hatte erst im vergangenen Jahr den Personenverkehr auf der Strecke von der Hauptstadt Windhoek in den Küstenort Swakopmund wieder aufgenommen.
Dienstag, 14.03.06
UNO sorgt sich um die Buschmänner in Botswana
Das Komitee der Vereinten Nationen gegen Rassendiskriminierung hat der botswanischen Regierung einen scharfen Verweis für die Vertreibung und Bedrohung der Gana und Gwi Buschmänner erteilt. Das berichtet die Menschenrechtsorganisation Survival International Deutschland e.V.
In einem
außergewöhnlich strengen Bericht, der am Freitag veröffentlicht worden sei, drücke
das Komitee seine Besorgnis aus über andauernde Anschuldigungen, dass Buschleute gewaltsam aus ihren ursprünglichen Lebensräumen vertrieben wurden, beispielsweise durch die Auflösung von grundlegenden Dienstleistungen
innerhalb des Reservats, den Abbau bestehender
Infrastrukturen, die
Konfiszierung von Vieh, Bedrohung und Mißhandlung von Bewohnern durch die
Polizei und Wildschutzbeamte sowie das Jagdverbot und Einschränkung der
Bewegungsfreiheit innerhalb des Reservats.
Das Komitee der Vereinten
Nationen dränge die botswanische Regierung "der engen kulturellen Verbindung
zwischen den San/Basarwa und ihrem angestammten Land besondere
Beachtung zu schenken; die wirtschaftlichen Tätigkeiten der San/Basarwa, die einen wesentlichen Teil ihrer Kultur darstellen, wie zum
Beispiel das Jagen und Sammeln, egal ob mit traditionellen oder modernen
Mitteln ausgeführt, zu schützen; alle möglichen Alternativen zur Umsiedlung
zu untersuchen; und im
Voraus freie und sachkundige Zustimmung der
betroffenen Personen und Gruppen einzuholen.
Das Komitee habe auch die
Streichung von Buschmannrechten aus der botswanischen Verfassung verurteilt,
die, wie es sagt "den andauernden Prozess, den einige Einwohner des Zentral
Kalahari Wildreservats gegen die Regierung führen, um ihre Umsiedlung aus dem
Reservat anzufechten,
beeinflußen könnte."
Weitere Informationen: Survival International Deutschland e.V.
Dienstag, 07.03.06
U-Boot aus Deutschland auf dem Weg nach Südafrika
Das in Kiel gebaute U-Boot S101 ist, begleitet vom Versorgungsschiff Drakensberg, auf den Weg nach Südafrika. Mit einer Besatzung von 30 Mann wird das U-Boot am 6. April 2006 in Simon's Town anlegen.
Die S101 ist 62 Meter lang, mit acht Torpedorohren ausgerüstet und eins von drei U-Booten, die von HDW und den Nordseewerken in Emden gebaut werden. Südafrika hat bereits vier Korvetten in Deutschland bauen lassen.
Die Drakensberg hat funktionsfähige Rechner der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord an Bord, die für Grundschulen in Simon's Town und Kapstadt bestimmt sind. Die Begleitschiffe der nächsten beiden' U-Boote sollen ebenfalls Computer für Schulen in Südafrika mitnehmen.
Quelle: Botschaft der Republik Südafrika: www.suedafrika.orgMontag, 06.03.06
Ein Gangster und ein Baby: Oscar geht ans Kap
Der südafrikanische Film "Tsotsi" wird mit dem Oscar für die beste ausländische Produktion ausgezeichnet. Die Südafrikaner setzten sich damit auch gegen den deutschen Beitrag "Sophie Scholl - Die letzten Tage" durch, dessen Produzenten sich Hoffnungen auf den Academy Award, die wichtigste Trophäe der Film-Branche, gemacht hatten.
Das Gangster-Drama von Gavin Hood spiel in einem Township von Johannesburg. Der Filmheld Tsotsi verkörpert viele Probleme Südafrikas. Seine Mutter starb an AIDS, sein Vater war gewalttätig. Tsotsi schlägt sich mit krimminellen Mitteln durchs Leben. Da findet er plötzlich ein hilfloses Baby ...
Die Geschichte basiert auf einem 1980 erschienenen gleichnamigen Roman von Athol Fugard, Hood erzählt sie aber in der heutigen Zeit. Am 4. Mai soll Tsotsi in die deutschen Kinos kommen.
Donnerstag, 02.03.06
Viel Regen in Namibia und Botswana
Die Regenzeit in Namibia und Botswana fällt intensiver aus als in den Jahren zuvor. Der Fischfluß in Südnamibia füllte den Hardab-Stausee in kurzer Zeit soweit an, dass die Schleusen zeitweise geöffnet werden mussten und das Wasser den unterhalb gelegenen Ort Mariental überflutete. Abwassersystem und Stromversorgung brachen daraufhin zusammen.
"Heute
ist der erste Tag ohne Regen und mit blauem Himmel seit Mitte Januar. Das Land
ist so grün, einfach unglaublich", berichtete eine Namibierin aus Windhoek am Donnerstag. Auch der Sossusvlei in der Namib-Wüste soll Wasser erhalten haben. Die Lehmsenke füllt sich nur alle sieben bis zehn Jahre für einige Wochen mit Wasser.
Auch im Norden Botswanas regnete es ungewöhnlich viel. In einigen Regionen soll es sich um die ergiebigsten Niederschläge seit 1955 handeln. Die Die Wassermassen weichen den Boden auf. Mancherorts werden Sandwege zu schwer passierbaren Schlammpisten. Die Nationalparkverwaltung DWNP musste deshalb das Moremi-Wildreservat zeitweise für Selbstfahrer sperren. Auch registrierte Safari-Veranstalter unterliegen Einschränkungen. So wurden Gewichts-Obergenzen für die Fahrzeuge erlassen, um die Wege im Reservat nicht mehr zu strapazieren als unbedingt nötig.
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- Köhlers Reise nach Mosambik, Madagaskar und Botswana [comments: 1] 06.04.06 14:36
28.03.2006
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